Patienteninformation · Redaktionell zusammengestellt · Stand: 7. Oktober 2026
Mögliche Anzeichen
Typische Beschwerden sind anhaltende Niedergeschlagenheit, deutlich weniger Interesse oder Freude und verminderter Antrieb. Auch Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Grübeln oder Schuldgefühle können auftreten. Manche Menschen bemerken vor allem körperliche Veränderungen.
Für eine depressive Episode bestehen typische Beschwerden mindestens zwei Wochen. Das bedeutet nicht, dass Sie mit der Suche nach Hilfe so lange warten müssen. Einzelne Symptome reichen nicht aus, um eine Diagnose zu stellen. Eine ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung berücksichtigt Dauer, Ausprägung, Alltag und mögliche andere Ursachen.
Unterstützung und Behandlung
Je nach Situation können psychotherapeutische, medikamentöse und weitere unterstützende Maßnahmen infrage kommen. Die Entscheidung hängt unter anderem vom Schweregrad, bisherigen Erfahrungen und persönlichen Präferenzen ab. Depressionen gehören zu den Behandlungsschwerpunkten der Praxis Cetin.
Für ein Gespräch können Sie notieren: Was gelingt im Alltag gerade schwerer? Was haben Angehörige bemerkt? Gibt es Tageszeiten, in denen Beschwerden stärker sind? Solche Beobachtungen können das Erzählen erleichtern; sie ersetzen keine Untersuchung.
Wenn die Situation akut wird
Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, sollten offen angesprochen und ernst genommen werden. Bei unmittelbarer Gefahr für Sie oder andere rufen Sie 112 oder suchen Sie die nächstgelegene psychiatrische Notaufnahme auf. Warten Sie dann nicht bis zur Telefonsprechzeit der Praxis. Bei dringenden medizinischen Anliegen ohne unmittelbare Lebensgefahr hilft der Bereitschaftsdienst unter 116117.
Diese Informationen ersetzen keine persönliche ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung. Ein individuelles Vorgehen wird im Gespräch mit Ihnen geklärt.
